Vor kurzem Sebastien Buchwalder, Student von Prof. Jürgen Burger von der Universität Bern stellte in Fukuoka, Japan, auf der … interessante Ergebnisse seiner Arbeit zu neuen Parylene-Mehrschichtstrukturen vor. 37. Internationale Konferenz der Polymer Processing Society. Sebastien arbeitet seit 2019 zusammen mit Coat-X zu neuen Abscheidungsverfahren für Parylene-Mehrschichtbeschichtungen und zu fortschrittlichen Techniken zur Charakterisierung von Beschichtungen. Mithilfe eines neuen Abscheidungsverfahrens entwickelt er Lösungen mit extrem geringer Permeabilität und besserer thermischer Stabilität für besonders anspruchsvolle Märkte wie die Luft- und Raumfahrt sowie die Hochleistungselektronik. Sein Projekt ist Teil einer Doktorarbeit und unserer langfristigen Zusammenarbeit mit dem Universität Bern und die Zentrum für translationale Medizin und biomedizinisches Unternehmertum.
Mithilfe von Röntgendiffraktometrie, Differential-Scanning-Kalorimetrie sowie der Messung der Helium- und Wasserdampfdurchlässigkeit analysierte Sebastien die Stabilität kristalliner Domänen, Polymerphasenübergänge und die Gasdurchlässigkeit verschiedener bei Coat-X hergestellter Parylene-Typen (N, C, VT4 und AF4). Mithilfe der Röntgenanalyse konnte er ein signifikantes kristallines Wachstum von Parylene in Parylene-N- und -C-Dünnschichten oberhalb von 100 °C sowie die Stabilität der fluorhaltigen Parylene-Typen nachweisen. Andererseits wurden für Parylene-C bis zu 200 °C außergewöhnlich niedrige Permeationsraten (Helium und Wasserdampf) gemessen. Bei höheren Temperaturen (300 °C) zeigten Parylene-AF4-Beschichtungen bessere Barriereeigenschaften, und bei diesem Material führte die Einwirkung erhöhter Temperaturen zu einer Verringerung der Permeationsrate.
Die Charakterisierung einer neuen Parylene-Mehrschichtbeschichtung hat die extrem niedrige Permeationsrate dieser Art von Beschichtung aufgezeigt, die sich sowohl die Eigenschaften von Polymeren als auch von Keramikmaterialien zunutze macht. Die Wasserpermeation der neuen Technologie ist in der Tat um viele Größenordnungen geringer als selbst bei fünfmal dickeren Parylene-Schichten.
Nach weiteren Untersuchungen und dank Sébastien wird Coat-X diese neue Technologie der Parylene-Mehrschichtbeschichtung in sein Portfolio an Schutzbeschichtungsdienstleistungen aufnehmen – als neue Verpackungslösung zum Schutz von Geräten mit extrem hoher Wertsteigerung sowie von sehr empfindlichen Materialien und Bauteilen über einen sehr langen Zeitraum.
Wir bedanken uns herzlich bei der Universität Bern und Prof. Jürgen Burger für diese spannende Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere derart herausragende Ergebnisse!
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