Parylene-Beschichtungen, insbesondere Parylene C und Parylene N, finden breite Anwendung in mikromechanischen und Präzisionsbaugruppen. Aufgrund ihrer geringen Oberflächenenergie (typischerweise 25–30 mN/m) können Parylene-Schichten den Reibungskoeffizienten (CoF) zwischen den Kontaktflächen deutlich verringern [1].
Veröffentlichte tribologische Studien zeigen, dass Parylene-Beschichtungen unter Trockengleitbedingungen auf poliertem Stahl typischerweise Reibungskoeffizienten zwischen 0,20 und 0,35 aufweisen, abhängig von der aufgebrachten Belastung und der Oberflächenrauheit [2,3]. Diese Eigenschaften sind mit denen von Polytetrafluorethylen (PTFE) vergleichbar, wodurch sich Parylene besonders gut für bewegliche Bauteile eignet. Im Gegensatz zu bestimmten herkömmlichen Schmierstoffen bildet die Beschichtung einen stabilen, fest haftenden Film, der nicht abblättert und keine Partikelverunreinigungen verursacht.
[1] K. K. Gleason, CVD-Polymere: Herstellung organischer Oberflächen und Bauelemente, Wiley, 2015.
[2] J. R. T. Branco et al., “Tribologisches Verhalten von Parylene-Beschichtungen unter Trockengleitbedingungen”,” Oberflächen- und Beschichtungstechnik, 2006.
[3] Y. K. Kim et al., “Reibungs- und Verschleißeigenschaften von Parylene-C-Beschichtungen”,” Verschleiß, Band 259, 2005
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