Parylene bietet einen hochwirksamen Korrosionsschutz, indem es als dichte, konforme Barriere gegen Feuchtigkeit, gelöste Salze und eine Vielzahl aggressiver chemischer Substanzen wirkt. Seine geringe Wasserdampfdurchlässigkeit und seine chemisch inerte Molekülstruktur reduzieren die Diffusion korrosiver Stoffe in die darunterliegenden metallischen Substrate erheblich [1]. Typische Schichtdicken zwischen 10 und 25 µm bieten einen robusten Umweltschutz bei gleichzeitig vernachlässigbarer Massenzunahme. Im Gegensatz zu vielen konformen Beschichtungen aus Acryl oder Polyurethan quillt Parylene bei längerem Kontakt mit Kohlenwasserstoffen nicht auf und wird auch nicht weich, wodurch die Haftfestigkeit und die Dimensionsstabilität erhalten bleiben.
Die Beschichtung weist eine hohe Beständigkeit in anspruchsvollen Umgebungen auf, darunter bei Salznebelbelastung gemäß IEC 60068-2-52 [2], gegenüber Kohlenwasserstoffen und gängigen organischen Lösungsmitteln, verdünnten Säure- und Laugenlösungen sowie Hydraulikflüssigkeiten für die Luft- und Raumfahrt auf Phosphatesterbasis.
[1] L. Li, J. H. Kim und T. I. Kamins, “Barriereeigenschaften und Korrosionsschutz von Parylene-Beschichtungen”,” Oberflächen- und Beschichtungstechnik, Band 200, S. 425–429, 2005.
[2] IEC 60068-2-52, Umweltprüfungen – Teil 2-52: Prüfungen – Prüfung Kb: Salznebel, zyklisch (Natriumchloridlösung), Internationale Elektrotechnische Kommission
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