Märkte

Wo Parylene-Beschichtungen zum Einsatz kommen

Raum

Medizin

Mit Coat-X beschichtetes Schmuckstück

Luxus / Uhren

Branche

Verteidigung

Luft- und Raumfahrt

Parylene hat sich in einer Vielzahl von Branchen etabliert – nicht, weil es als Universallösung vermarktet wird, sondern weil seine grundlegenden Eigenschaften auch bei sehr unterschiedlichen Anwendungsanforderungen bestehen bleiben.

Komponenten für die Raumfahrt und Luftfahrt müssen Temperaturwechsel, Vakuum, Strahlung und mechanische Schwingungen standhalten – oft über Jahrzehnte hinweg, ohne dass eine Wartung oder Nachbearbeitung möglich ist. Die geringe Flächenmasse, das Ausgasungsverhalten und die gute Beschichtungskonformität von Parylene machen es zu einer praktischen Wahl für Satellitenbaugruppen, Sensoren und Leiterplatten in diesen Umgebungen.

Anwendungen im Verteidigungsbereich stellen ähnliche Anforderungen an die Zuverlässigkeit, wobei noch Salznebel, Feuchtigkeit und Stoßfestigkeit hinzukommen. Die Beschichtung bleibt dünn genug, um die engen Maßtoleranzen bei Steckverbindern und elektromechanischen Baugruppen einzuhalten – eine praktische Anforderung, die dickere Schutzbeschichtungen oft nicht erfüllen können.

Im Bereich medizinischer und implantierbarer Geräte ist die Biokompatibilität von Parylene der entscheidende Faktor. Parylene C wird für Herzschrittmacherelektroden, Nervensonden, Cochlea-Implantate und Katheteroberflächen verwendet, wo die Beschichtung auch nach jahrelangem kontinuierlichem Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Gewebe stabil und inert bleiben muss.

In der Uhrenindustrie und bei Luxusgütern gelten andere Anforderungen: Schutz ohne sichtbare oder fühlbare Spuren. Mit einer Dicke im einstelligen Mikrometerbereich schützt Parylene die Uhrwerkkomponenten vor Feuchtigkeit und Korrosion, ohne dabei das Aussehen oder die Haptik zu verändern.

Industrieelektronik, Sensoren und MEMS runden das Bild ab. Ausschlaggebend hierfür ist eine gleichbleibende Langzeitleistung unter wechselnden Umgebungsbedingungen, verbunden mit der Fähigkeit, komplexe dreidimensionale Geometrien gleichmäßig zu beschichten – etwas, was Sprüh- oder Tauchverfahren in diesem Maßstab nur schlecht bewältigen können.