
Die COAT-X-Lösung umfasst eine 5 µm dicke Beschichtung, die Parylene C mit keramischen Dünnschichten kombiniert und die Magnete vollständig umhüllt. Dieser zweischichtige Ansatz bietet nicht nur einen robusten physikalischen Schutz, sondern reduziert auch das Eindringen von Wasser erheblich, was ein entscheidender Faktor im Korrosionsprozess ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass Parylene C als wirksame Barriere gegen Feuchtigkeit und korrosive Stoffe wirkt und so die Integrität von NdFeB-Magneten in anspruchsvollen Umgebungen gewährleistet (Geng et al., 2016).
Die COAT-X-Technologie ist Teil der Forschungsarbeit von Prof. Cipriani am BioRobotics Institute der Sant’Anna-Hochschule in Pisa. Seine Forschung befasst sich mit einer neuen Schnittstelle zwischen dem verbleibenden Arm von Amputierten und einer Roboterhand, um motorische Absichten zu entschlüsseln. Das System sieht vor, kleine Magnete in die Muskeln des Unterarms des Patienten zu implantieren. Diese Magnete werden durch die COAT-X-Technologie vor Korrosion geschützt.
Eine weitere Anwendung der COAT-X-Technologie ist das verstellbare Glaukom-Drainageimplantat „eyeWatch“ von Rheon Medical. Dabei kommen beschichtete Magnete zum Einsatz, die in ein Mikroventil integriert sind. Durch die Drehung der Magnete werden die Ventile geöffnet oder geschlossen, und die Beschichtung schützt die Magnete vor Korrosion.
Neben dem Korrosionsschutz spielt die Biokompatibilität von Parylene C eine entscheidende Rolle für die Verträglichkeit des Magnetmaterials im Körper. Studien haben gezeigt, dass Parylene C eine hervorragende Biokompatibilität aufweist, wodurch Entzündungsreaktionen minimiert und eine bessere Integration in das umgebende Gewebe ermöglicht werden (Kumar et al., 2014). Diese Eigenschaft ist besonders wichtig für medizinische Implantate, bei denen die Sicherheit und der Komfort des Patienten an erster Stelle stehen.
Durch den Einsatz von Parylene C als Beschichtungsmaterial wird das Risiko von Nebenwirkungen erheblich verringert, was es zu einer bevorzugten Wahl für Anwendungen mit NdFeB-Magneten in medizinischen Geräten macht. Die Kombination aus Korrosionsbeständigkeit und Biokompatibilität macht Parylene C zu einer idealen Lösung zur Verbesserung der Leistung und Lebensdauer von Supermagneten sowohl in medizinischen als auch in industriellen Anwendungen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der innovative Einsatz von Parylene C und keramischen Dünnschichten zum Schutz von NdFeB-Supermagneten einen bedeutenden Fortschritt auf dem Gebiet der Biomedizintechnik darstellt. Durch die wirksame Bekämpfung von Korrosionsproblemen und die Gewährleistung der Biokompatibilität erhöht die CX ULTRA-Beschichtung von COAT-X die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Magneten, die in medizinischen Geräten zum Einsatz kommen. Da die Forschung die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten von Parylene-Beschichtungen weiter untersucht, wird ihre Bedeutung für die Verlängerung der Lebensdauer und die Aufrechterhaltung der Funktionalität kritischer Komponenten in rauen Umgebungen zweifellos zunehmen.
Quellenangaben:
Kumar, V. u. a. (2014). Biokompatibilität von Parylene-Beschichtungen für biomedizinische Anwendungen. Journal of Biomedical Materials Research.
Geng, J. u. a. (2016). Korrosionsbeständigkeit von Parylene-Beschichtungen auf NdFeB-Magneten. Journal of Applied Polymer Science.
Cascio, F. u. a. (2018). Langzeitverhalten beschichteter NdFeB-Magnete in biomedizinischen Anwendungen. Materialwissenschaft und Werkstofftechnik: C.